Forschung

Forschung

  • Einleitung Forschung

    Die BHK betreut Forschungsprojekte aus dem Bereich der historischen Grundlagenforschung, darunter eine Reihe von ambitionierten Editionsvorhaben.

  • Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch

    Edition Band I/13–16 (1472–1494)

    Prof. Dr. Matthias Thumser / Prof. Dr. Klaus Neitmann

    Im Rahmen des Projekts soll die seit 1914 bestehende Lücke des „Liv-, Est- und Kurländischen Urkundenbuchs“, die von 1472 bis 1494 reicht, geschlossen werden. Nachdem Band 13 (1472–1479) und 14 (1480–1483) der I. Abteilung vor einiger Zeit erschienen sind, wird gegenwärtig an Band 15 (1484–1488) gearbeitet. Die Edition wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Langfristvorhaben gefördert.

  • Livonica im ehemaligen Staatsarchiv Königsberg 1511–1525

    Edition

    Dr. Dieter Heckmann

    Ediert werden circa 300 Stücke vornehmlich aus dem Bestand „Ordensbriefarchiv“ und den Hochmeisterregistern im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin. Die Ausgabe soll eine Brücke schlagen zwischen dem „Livländischen Urkundenbuch“, das bis 1510 führt, und dem Regestenwerk „Herzog Albrecht von Preußen und Livland“, das 1525 einsetzt.

  • Livländische Güterurkunden

    Edition Band 3 (1546–1561)

    Prof. Dr. Klaus Neitmann

    Mit der Publikation von Band 3 des wichtigen Quellenwerks, den dessen Herausgeber Hermann von Bruiningk nicht mehr zur Druckreife bringen konnte, werden die „Livländischen Güterurkunden“ abgeschlossen sein.

  • Kurländische Güterurkunden

    Edition

    Prof. Dr. Klaus Neitmann / Dr. Manfred v. Boetticher – in Kooperation mit dem Herder-Institut Marburg

    Die auf den ländlichen Grundbesitz im Bereich des späteren Herzogtums Kurland bezogenen Güterurkunden – in erster Linie Lehns-, Kauf- und Pfandurkunden, Dokumente über Eheberedungen, Grenzbegehungen, gerichtliche Auseinandersetzungen und Rentengeschäfte – wurden bei der Herausgabe des „Liv-, Est- und Kurländischen Urkundenbuchs“ ausgespart. Ergänzend zu der auf den Internetseiten des Herder-Instituts publizierten Datenbank, werden im Historischen Staatsarchiv Riga weitere Urkunden ermittelt.

  • Eine schöne Historie von wunderbaren Geschäften der Herren zu Livland mit den Russen und Tataren (1508)

    Edition

    Dr. Juhan Kreem / Prof. Dr. Matthias Thumser

    Gegenstand des Projekts ist die Neuedition des Traktats „Eynne schonne hysthorye van unnderlyken gescheffthen der heren tho Lyffflanth myth den Rüssen unde Tartaren“ aus dem Jahr 1508. Die Entstehung der anonymen Schrift steht in engem Zusammenhang mit einer Ablasskampagne im deutschen Reich, welche die finanziellen Mittel für die Fortsetzung des Krieges des livländischen Deutschordenszweiges gegen das Großfürstentum Moskau aufbringen sollte. Verfasst wurde sie in der Umgebung des Deutschen Ordens, vielleicht von dem Ablasskommissar Christian Bomhower. Der auf mittelniederdeutsch geschriebene Traktat ist unikal in der Handschrift H 131 der Universitätsbibliothek Uppsala aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts überliefert.

  • Die Rolle der livländischen Städte beim europäischen Ost-West-Handel in der Hansezeit

    Forschungsprojekt

    Prof. Dr. Norbert Angermann

    Zum Abschluss des Projekts bereitet Prof. Angermann einen Aufsatzband mit elf eigenen Beiträgen vor, der den Titel „Livländisch-russische Beziehungen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Handel und Kulturtransfer“ tragen und in der Publikationsreihe der BHK „Quellen und Studien zur baltischen Geschichte“ veröffentlicht werden soll.

  • Die Rigaer Chronik des Johann Witte (1614–1657)

    Edition

    Dr. Thomas Brück

    Der Rigaer Archivar Johann Witte stellte von einer bis 1489 reichenden mittelniederdeutschen Stadtchronik, die lange Zeit dem Ratsschreiber Hermann Helewegh zugeschrieben wurde, eine hochdeutsche Bearbeitung her. In Arbeit ist eine kritische Edition, die den unikalen Textzeugen, das schwierig zu bearbeitende Autograph Wittes, zur Vorlage hat.

  • Johann Wilhelm von Krause (1757–1828), Erinnerungen

    Online-Edition

    Dr. Gottfried Etzold

    Für seine Ehefrau Juliane verfasste Johann Wilhelm von Krause (1757–1828) Erinnerungen von der frühen Kindheit bis zur Heirat im Jahr 1797, weil sie erfahren sollte, was er erlebt habe, bevor sie ein Paar wurden. Später machte er sich als Architekt von repräsentativen Bauten der Dorpater Universität einen Namen. Erst 1815 begann er zu schreiben, doch handelt es sich um kein typisches Alterswerk aus dem Gedächtnis, denn er konnte sich auf fast täglich geführte Tagebücher stützen. Erschienen sind bislang neun von zehn umfangreichen Bänden.

  • Die Residierung der Livländischen Ritterschaft und die Selbstschutzberichte vom flachen Lande 1905/06

    Edition

    Dr. Gert v. Pistohlkors

    Die Edition soll die wichtigen Denkschriften und Anfragen der Rigaer Residierung der Livländischen Ritterschaft sowie Briefe von Selbstschutzbeauftragten aus den vier Doppelkreisen Livlands – Riga/Wolmar, Wenden/Walk, Dorpat/Werro und Fellin/Pernau – enthalten.